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Schoeppingen_50_01

8 | 9 SEHESNehSeWnsEweRrtTesES St. Brictius Kirche Der dreiteilige Flügelaltar in der St. Brictius Kirche ST. BRICTIUS KIRCHE Die Schöppinger Pfarrkirche St. Brictius wurde im 8. Jahrhundert auf den Fundamenten einer eroberten sächsischen Fliehburg erbaut, an deren Fuß eine Quelle, die „Welle“ entspringt, die Gerichtsort und vielleicht auch Kultstätte war. Um 1100 wurde die Kirche neu gebaut. Aus dieser Zeit steht noch der mächtige Turm, der um 1230 um ein Glockengeschoss mit jeweils dreiteiligen Fensteröffnungen mit Zwischensäulen aufgestockt wurde und seine heutige Form mit zwei Treppengiebeln erhielt. Nach einem Brand im Jahre 1453 wurde die Kirche als zweischiffige, gotische Hallenkirche in der Zeit um 1455 wieder aufgebaut. Weitere Baumaßnahmen fanden 1509-1512 statt, wobei die Gewölbefelder im Chor, Langhaus und Südschiff farbig eingefasst wurden. Diese Wandmalereien wurden bei einer Gewölbesanierung 1932/1933 wiederentdeckt und freigelegt. In den Jahren 1923- 1926 wurde die Kirche auf der Nordseite durch ein Seitenschiff erweitert, so dass es sich heute um einen dreischiffigen Bau handelt. Sehenswert sind auch die gotischen Wandmalereien aus dem 16. Jahrhundert. Im Chorraum der Kirche beeindrucken die vollständig erhaltenen überlebensgroßen Wandbilder der Apostel und Propheten; entstanden in der Zeit von 1512– 1520. Wer die St. Brictius Kirche betritt, dem wird das bedeutendste Stück der Ausstattung der Kirche auffallen: der vollständig erhaltene monumentale Flügelaltar des „Meisters von Schöppingen“. Der dreiteilige Flügelaltar ist wohl um 1455 in der Werkstatt eines unbekannten Meisters in Münster entstanden. Die Darstellung des Altars im geschlossenen Zustand gehören dem Festkreis Weihnachten, diejenigen im geöffneten Zustand dem Festkreis Ostern an. Erfahren Sie mehr unter www.st-brictius.de.


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